Richtiges Verhalten und Vorsorge für den Ernstfall

Jeder Haushalt sollte für mindestens zehn Tage ohne Strom vorbereitet sein. Das beinhaltet neben haltbaren Nahrungsmitteln auch Hygieneartikel und stromunabhängige Notfallgeräte, wie ein kurbelbetriebenes Notfallradio oder Notbeleuchtungen. 

Darauf ist zu achten:

  • Bleiben Sie zuhause und bewahren Sie Ruhe! Führen Sie keine unnötigen Ortswechsel durch, warten Sie auf weitere Informationen und leisten Sie den Anweisungen der öffentlichen Krisenstäbe Folge.
  • Alle Geräte, die beim Eintreten des Blackouts eingeschalten waren, ausschalten, weil dadurch verhindert werden kann, dass z.B. ein am E-Herd vergessenes Geschirrtuch Feuer fängt. Die Ausschaltung aller Sicherungen in Ihrem Sicherungskasten ist nicht sinnvoll, da für den Netzwiederaufbau eine Netzbelastung notwendig ist.
  • Obwohl die normalen Kommunikationskanäle wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, sind die Systeme des öffentlichen Rundfunks für einen mehrtägigen Notsendebetrieb ausgestattet. Nutzen Sie ein stromunabhängiges Notfallradio (z.B. Kurbelradio), um sich zu informieren.
  • Rufen Sie keine Notrufnummern an, wenn nicht wirklich ein Notfall vorliegt (Handynetz möglicherweise nicht mehr verfügbar).
  • Jede*r Bürger*in sollte für mindestens zehn Tage autark leben können. Erstellen Sie sich einen privaten Notplan. Worauf könnten Sie auf keinen Fall verzichten, wenn der Strom plötzlich weg wäre? Welche Vorräte benötigen Sie für sich und Ihre Familie? Finden Sie wichtige Dokumente auch im Dunkeln? Idealerweise packen Sie alle Artikel für einen Stromausfall leicht zugänglich in eine Box und stellen diese in den Schrank. Wichtig ist eine Sicherstellung der Grundbedürfnisse innerhalb der ersten zehn Tage.
  • Überlegen Sie gemeinsam mit Angehörigen und Freunden, welche Probleme im Ernstfall auftreten können. Folgende Lösungsmöglichkeiten können vorbereitet werden:
    • Bevorratung für mindestens zehn Tage sicherstellen 
    • Erste-Hilfe-Kurs absolvieren 
    • Einen Treffpunkt vereinbaren, wo man sich trifft, wenn kein Verbindungsmittel mehr funktioniert (etwa mit den Kindern, die in der Schule oder anderswo außer Haus sind) 
    • Informieren Sie ältere Angehörige und Verwandte, dass im Falle eines Blackouts keine Erreichbarkeit via Telefon oder Internet sichergestellt ist
    • Sich mit Nachbarn zusammentun und gewisse Ressourcen gemeinsam nutzen bzw. auf hilfsbedürftige Menschen schauen

Vorkehrungen zur Vorsorge – empfohlene Vorräte:

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat: Getränkevorrat (Mineralwasser, Fruchtsäfte) für 10 Tage, Lebensmittelvorrat für 10 Tage, der Inhalt der Tiefkühltruhe sollte zuerst verbraucht werden – aber nicht in erster Linie als Vorrat verwendet wenden
  • Wasservorrat für Hygiene
  • Ersatzkochgelegenheit, zum Beispiel Zivilschutz-Notkochstelle, Fonduekocher
  • Ersatzbeleuchtung: Am besten kurbelbetrieben; langlebige LED-Leuchten sind im Baumarkt erhältlich; durch den Verzicht auf Kerzen kann die Brandgefahr verringert werden
  • Bargeld
  • Hygieneartikel: Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Toilettenpapier, Binden oder Tampons, Müllbeutel
  • Erste Hilfe – Zivilschutzapotheke
  • Alternative Heizmöglichkeit wie Heizgeräte, die mit Petroleum oder Flaschengas betrieben werden, Kachelöfen, Kaminöfen; besprechen Sie Ihre Möglichkeiten mit einem Profi und denken Sie auch an genügend Zuluft

Vorrats-Checkliste im Haushalt zum Download (PDF | 54 KB)

Zivilschutzverband Oberösterreich – Krisenfester Haushalt (PDF | 1,9 MB)

Übersichtsseite zum Thema Blackout

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