Medienservice vom: 12.10.2011

Mehr Sicherheit an Kreuzungen durch Rotlichtradar Stadt Linz setzt modernste Systeme ein

Fast 4.000 Verstöße seit 2009 festgestellt Starke Zunahme 2011: 1. Halbjahr mit über 2.000 Anzeigen

Ein ernüchterndes Ergebnis brachte die Ergebnisanalyse der neuen Rotlicht-Überwachungskameras auf Linzer Kreuzungen: Die auf Initiative von Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger technisch modernisierten Rotlichtkameras überführten seit ihrer Montage vor rund zwei Jahren im Zeitraum zwischen September 2009 und September 2011 insgesamt knapp 4.000 VerkehrssünderInnen. Bei der Rotlicht-Überwachung setzt die Stadt Linz modernste Technik ein.  Im ersten Halbjahr 2011 wurden insgesamt 2.047 Verstöße festgestellt, die auch in einem Strafverfahren mündeten. Einen besonderen Schwerpunkt stellt dabei die Kreuzung Indrustriezeile/Prinz-Eugen-Straße dar.  

„Damit soll die Sicherheit der FußgeherInnen und die Disziplin der Kfz-LenkerInnen an den Kreuzungen angehoben werden. Uns geht es nicht um Strafeinnahmen, sondern primär um die Sicherheit älterer VerkehrsteilnehmerInnen und besonders der Kinder“, begründet Klaus Luger die verstärkte und modernisierte Rotlichtüberwachung.

Am Beginn dieser städtischen Offensive zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurde an der Kreuzung Rudolfstraße/Hagenstraße eine Überwachungskamera installiert.

Auf Basis eines Gemeinderatsbeschlusses vom 20. Mai 2010 wurde mit Kosten von 100.000 Euro eine weitere Rotlicht-Radar-Kamera angekauft, die seit Anfang Dezember 2010 an verschiedenen Messstellen im Linzer Stadtgebiet eingesetzt wird.

Neue Rotlichtüberwachungstechnik gegenüber herkömmlichen Systemen überlegen

Die nun verwendete neue Technik bietet gegenüber herkömmlichen Systemen entscheidende Vorteile und spart Kosten. In Linz gibt es seit 1988 an fünf Stellen im Stadtgebiet „konventionelle” Rotlicht-Kamera-Messstellen, mit denen Verkehrsübertretungen durch AutofahrerInnen bei Ampel-Rotlicht festgestellt bzw. geahndet wurden.

Die herkömmlichen Rotlichtkameras wurden beim Einfahren bei Rotlicht in den Kreuzungsbereich durch Induktionsschleifen ausgelöst. Es wurden zwei Fotos von diesem Vergehen gemacht. Aus dem Abstand zwischen den beiden Fotos konnte die Geschwindigkeit errechnet werden und zu welchem Zeitpunkt der die potenziellen „RotlichtsünderIn“ tatsächlich in den Kreuzungsbereich eingefahren ist. Daraus ergibt sich der Beweis für den Rotlichtverstoß. 

Für jene, die ein auf rot stehendes Ampelsignal missachten, beträgt der Strafrahmen zwischen 72 und 2.180 Euro. Der Strafrahmen richtet sich dabei danach, ob andere VerkehrsteilnehmerInnen gefährdet werden, ihnen der Vorrang genommen wird oder diese zum Bremsen und Auslenken genötigt werden. Bei Gefährdung von VerkehrsteilnehmerInnen, zum Beispiel von FußgängerInnen am Schutzweg, erfolgt zusätzlich eine Vormerkung  im Führerscheinregister. Durchschnittlich werden Strafen über 150 Euro verhängt.

Die Auswertung der auf herkömmliche Weise „geblitzten“ Rotlichtverstöße war aber relativ aufwändig, zudem erwiesen sich die Bodeninduktionsschleifen als sehr wartungsintensiv, da sie durch den Reifenabrieb beschädigt wurden. Weiters mussten sie bei Asphaltsanierungs- und Grabungsarbeiten mit beträchtlichen Kosten erneuert werden.

Das nunmehr eingesetzte neue System verfügt über eine digitale Bildtechnik, die  eine leichtere und schnellere Bearbeitung ermöglicht. Im Gegensatz zu den alten, in der Fahrbahn verlegten Induktionsschleifen sorgen moderne Radarsensoren für eine zuverlässige Erkennung der Fahrzeuge.

Die Technik für dieses Rotlicht-Radar-System stammt von einem österreichischen Anbieter und hat den Vorteil, dass unter Verwendung des bewährten Kamerasystems die neu entwickelte Radarsensorik eingesetzt wird. Diese Technik gibt es erst seit rund eineinhalb Jahren. Mittels virtueller „Induktionsschleifen“ und Radar wird ein Überwachungsfeld definiert. Wenn sich während der  Rotlichtphase ein Fahrzeug im Überwachungsfeld bewegt, wird die Kamera ausgelöst und damit der Rotlichtverstoß nachgewiesen.

Pilotprojekt gemeinsam mit Elterninitiative in Urfahr: Seit Inbetriebnahme vor zwei Jahren 2.600 Übertretungen

Die Stadt Linz setzt daher seit September 2009 an Kreuzungen auf modernste Technik. Damit soll vor allem die Verkehrsicherheit für FußgängerInnen, die zu den schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen zählen, verbessert werden.

Der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger hat als ersten Schritt eine Initiative besorgter Eltern aufgegriffen und den Ankauf einer modernen Kamera zur Überwachung der Kreuzung Rudolfstraße/Hagenstraße initiiert. Primär sollte in diesem Bereich die Sicherheit der Kinder und auch älterer VerkehrsteilnehmerInnen verbessert werden.

In der Vergangenheit kam es an dieser Kreuzung in Urfahr zu einer Häufung gefährlicher Situationen. Dadurch ergaben sich für die Schulkinder der Weberschule, die die Rudolfstraße an dieser Stelle überqueren, vermehrt Gefahrenmomente.

Ausgelöst wurden diese durch AutofahrerInnen, die bei Ampel-Rotlicht in den Kreuzungsbereich eingefahren sind. Daraufhin installierte der Tiefbau Linz eine so genannte Rotlicht-Kamera. Innerhalb des seit Herbst 2009 laufenden Betriebs wurden bisher an der Rudolfstraße ca. 2.600 Übertretungen festgestellt.

„Auf Grund der mit der neuen Technik gemachten positiven Erfahrungen wurden andere neuralgische Linzer Kreuzungen in das System miteinbezogen“, erläutert der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger die weiteren Schritte.

Halbjahresbilanz 2011: Mehr als 2.000 Anzeigen

1. Halbjahr 2011   Dinghofer-/
Mozartstraße
 Dametz-/
Mozartstraße
Rudolf-/
Hagenstraße 
 Industriezeile/
Prinz-Eugen-Straße
 Jänner 2011  5    76  136
 Februar 2011  6    63  221
 März 2011  21  3  108  154
 April 2011    8  148  213
 Mai 2011  12  11  160  287
 Juni 2011  11  11  206  187
 Summe  55  33  761  1.198

Messstelle Industriezeile – Prinz-Eugen-Straße: 1.400 Verstöße

Auf Basis eines Gemeinderatsbeschlusses vom 20. Mai 2010 wurde mit Kosten von 100.000 Euro eine weitere Rotlicht-Radar-Kamera angekauft, die seit Mitte November 2010 an der Industriezeile/Prinz-Eugen-Straße eingesetzt wird. Der Betrag umfasste den Ankauf der Kamera, die Einrichtung der Messstelle, Verkabelung sowie die Software. Der erzielte Effekt war frappant: Mit der neuen Rotlicht-Überwachungskamera konnten an diesem Standort über 1.400 Übertretungen festgestellt werden.

Weitere Messstelle an Kreuzung Humboldtstraße/Goethestraße in Betrieb

Eine weitere Messstelle für diese Kamera wurde an der Kreuzung Humboldtstraße/Goethestraße eingerichtet, die vor kurzem in Betrieb ging. Hier gab es bereits 100 AutofahrerInnen, die bei Rotlicht in den Kreuzungsbereich eingefahren sind.

„Durch undisziplinierte AutolenkerInnen, die bei Rot in Kreuzungen einfahren, werden vor allem FußgängerInnen, die zu den schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen zählen, gefährdet. Ihnen muss unserer besonderer Schutz gelten“, weist Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger auf die Notwendigkeit der Maßnahmen hin.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zum Thema „Mehr Sicherheit an Kreuzungen durch Rotlichtradar“

Chatbot ELLI

ELLI, der Chatbot der Stadt!

ELLI ist digital, hilfsbereit und immer zur Stelle, wenn Antworten auf Fragen benötigt werden.

Mehr Infos