Medienservice vom: 05.07.2022

Sonderförderprogramm LINZ_sounds 2022 Sieben Projekte von Linzer Künstler*innen und Initiativen ausgezeichnet

Das Sonderförderprogramm LINZ_sounds wurde 2019 erstmals ausgeschrieben und unterstützt Linzer Musikkünstler*innen und Musikgruppen bei ihrer künstlerischen Entwicklung und der internationalen Vernetzungstätigkeit. Linz als UNESCO City of Media Arts stellt dabei den Aspekt der Digitalisierung in den Mittelpunkt, dieser bezieht sich sowohl auf die Musikproduktion als auch auf den Vertrieb. Insgesamt sind aus den eingegangenen Einreichungen sieben Projekte von Linzer Künstler*innen und Initiativen durch eine dreiköpfige Jury ausgewählt und vom Stadtsenat bereits beschlossen worden. Das Volumen des Sonderförderprogramms LINZ_sounds beträgt 30.000 Euro.

„Die sieben prämierten Projekte zeigen das kreative Potenzial der Linzer Musikszene. Es finden sich darunter Soundexperimente mit elektronischer Musik, visualisierte Klanginstallationen und Projekte zur Musikproduktion und der direkten Auseinandersetzung mit Musik, die vor allem auch den Intentionen von Linz als UNESCO City of Media Arts entsprechen“, freut sich Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

„Plasticphonia - Plastic Trash Symphony - Music from the Ocean” von Christine Hinterkörner     

Das Projekt thematisiert die Problematik der Gewässerverunreinigung durch Plastikmüll. Die Komposition „Plasticphonia“ basiert auf den Aufzeichnungen von Geräuschen, die angeschwemmte Plastikgegenstände an der Donau und am Mittelmeer verursachen. In ihrer Rhythmik und Tonlage verändert werden sie elektronisch bearbeitet und neu zusammengesetzt. Die daraus entstandene Komposition wird in Vinyl, in Konzerten, als Sound- und Rauminstallation und auf Online-Plattformen veröffentlicht.

„Tabletopshot Sessions” des Kulturvereins Kessl

Die mehrstündigen Sessions elektronischer Musik aus dem Kulturverein Kessl werden mit vier digitalen Kameras aus ungewöhnlichen Perspektiven aufgezeichnet und zum Online-Stream angeboten. Die Bildkompositionen, die den intensiven Blick auf Gesichter und Hände der DJs ermöglichen, sollen eine unmittelbare Wahrnehmung von technischen Feinheiten und Emotionen gewährleisten.

„Verwirklichung Cecilia - EP“ von Julia Arzt

Mit einem partizipativen, inklusiven Ansatz entsteht bei diesem Projekt unter Einbeziehung von Linzer Musiker*innen eine EP, ein Extended Play Tonträger. Federführend übernehmen zwei Komponistinnen die Realisierung von Musikstücken, die sich mit den Herausforderungen und Lebensrealitäten in der gegenwärtigen Gesellschaft befassen. 

„HOLOS” von Arno Deutschbauer 

Das Interface-Performance-Projekt setzt sich in Sound- und Videoinstallationen mit der Beziehung Mensch/Geist/Maschine auseinander. Das menschliche Verhalten in einer virtuellen, digitalen Kommunikation wird untersucht und in 30minütigen Aufführungen kritisch hinterfragt.

„Parameter der Stille“ von Markus Bless

Die experimentelle Sound- und Farbinstallation von Markus Bless setzt sich mit der vom Schriftsteller Christoph Ransmayr beschriebenen österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition des Jahres 1872 auseinander. Die Aufführungen dieser Konzerte visualisierter elektroakustischer Musik finden in den Räumlichkeiten der MAERZ Künstler- und Künstlerinnenvereinigung statt.

„Musik Standl“ von transpart – Verein für transnationale Partizipation    

Das Projekt „Musik Standl“ thematisiert die Präsenz von zeitgenössischer Musik im öffentlichen Raum. Dazu wird die in orientalischen Ländern übliche Praxis der Verkaufsstände für Tonträger, wie z.B. Audiokassetten, modifiziert und um eine performative Ebene erweitert. Linzer und internationalen Musiker*innen werden in Jam-Sessions mit dem städtischen Publikum interagieren und gemeinsam musizieren. Am „Musik Standl“ werden diese Jam-Sessions mit einem selbstkonstruierten Phonographen analog aufgezeichnet und digital veröffentlicht.

„NO8333“ von Styliani Markidi 

Aufnahmen von Musikinstrumenten, Gesprächen und Ambient Sounds werden mit einem speziellen Musikspielzeug, dem Beat Mixers NO8333, zu einer eigenständigen Komposition verwoben. Die Veröffentlichung dieses Soundexperiments erfolgt auf einer Website, als Album und Musikvideo sowie im Rahmen einer Performance. 

Das finanzielle Volumen der insgesamt sechs Sonderförderprogramme und Förderpreise wurde 2022 nochmals erweitert und beträgt nun 243.000 Euro. Heuer besteht noch eine weitere Möglichkeit bei einem Sonderförderprogramm einzureichen. Das Förderprogramm LinzKultur/4 ist für Kulturinitiativen sowie Volkskultur- und Brauchtumsvereine gedacht, die in Linzer Stadtteilen innovative Kulturakzente setzen wollen. Einreichungen sind bis spätestens 3. Oktober auf postalischem, elektronischem (Beilagen maximal 5 MB oder via wetransfer) oder persönlichem Weg möglich. Einreichstelle ist: Magistrat Linz / Büro Linz Kultur Förderungen, Pfarrgasse 7, 4041 Linz, E-Mail: lkf.kb@mag.linz.at.

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